U1-Umlage3 Min Lesezeitvon Stephan DomkeStand: Juni 2026

U1-Umlage senken: der Leitfaden für Arbeitgeber

Viele kleine Betriebe zahlen Jahr für Jahr mehr U1-Umlage als nötig – einfach, weil sie in der falschen Tarifstufe stehen. Dieser Leitfaden zeigt, wie Du das änderst.

20 %Vergütung nur im Erfolgsfall (Pay-on-Success)
Ø 3.540 €typische Ersparnis pro Jahr
≤ 30Beschäftigte – die Zielgruppe

Was ist die U1-Umlage?

Kleine Betriebe mit bis zu 30 Beschäftigten nehmen am Umlageverfahren U1 teil. Du zahlst dafür eine Umlage an ihre Krankenkasse und bekommen im Gegenzug einen Teil der Entgeltfortzahlung erstattet, wenn ein Mitarbeiter krank wird. Das Verfahren federt ein echtes Risiko ab: Gerade in kleinen Teams kann ein längerer Ausfall schnell teuer werden.

Für diese Absicherung bieten die Kassen mehrere Tarifstufen an. Jede Stufe kombiniert einen Umlagesatz – den Beitrag, den Du zahlst – mit einem Erstattungssatz, der festlegt, wie viel der Entgeltfortzahlung Du zurückbekommst.

Warum zahlen so viele zu viel?

Die Tarifstufe wird oft einmal gewählt – und danach nie wieder angefasst. Dabei ist die optimale Stufe alles andere als beliebig: Sie hängt von der tatsächlichen Krankheitslast Deines Betriebs ab. Wer selten längere Ausfälle hat, zahlt mit einer hohen Erstattungsstufe vor allem zu hohe Beiträge. Wer häufiger betroffen ist, fährt mit einer höheren Stufe besser. Weil kaum jemand diese Rechnung regelmäßig neu aufmacht, bleiben über Jahre Tausende Euro liegen.

Die richtige Tarifstufe ist keine Glaubensfrage – sie lässt sich rechnen.
Beispielrechnung: hohe Tarifstufe heute gegenüber optimierter günstigster Stufe mit markierter Ersparnis
Beispiel: dieselbe Belegschaft, nur die passende Tarifstufe – Ø 3.540 € Ersparnis pro Jahr.

In drei Schritten zur richtigen Stufe

1. Bestandsaufnahme

Sammle die Basis: Zahl der Beschäftigten, Lohnsumme und die Krankheitslast der letzten zwei bis drei Jahre. Diese Werte bestimmen, welche Stufe sich für Dich rechnet.

2. Tarifstufen vergleichen

Stelle Umlagesatz und Erstattungssatz jeder Stufe gegenüber und ermittle den Break-even: Ab welcher Ausfallhäufigkeit lohnt sich welche Stufe? Genau hier entscheidet sich, ob Du sparst.

3. Stufe wechseln – nicht die Kasse

Die passende Stufe stellst Du per Wahlerklärung bei Deinem bestehenden Versicherer ein. Wichtig: Es ist kein Kassenwechsel nötig, und es gelten Fristen – meist zum Jahreswechsel. Wer die Frist verpasst, zahlt ein weiteres Jahr zu viel.

Ablauf der U1-Prüfung in drei Schritten: Lohndaten, Tarif-Analyse, günstigste Stufe
Der Ablauf in drei Schritten – ohne Kassenwechsel.

Drei häufige Irrtümer

  • „Ich muss die Krankenkasse wechseln.“ Falsch: Die Optimierung läuft innerhalb Deiner bestehenden Kasse.
  • „Die höchste Erstattung ist immer am besten.“ Falsch: Sie kostet auch den höchsten Beitrag – das lohnt sich nur bei entsprechender Krankheitslast.
  • „Einmal gewählt, für immer richtig.“ Falsch: Ändert sich Deine Belegschaft oder Ausfallquote, ändert sich die optimale Stufe.
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Wichtig zu wissen

Die Optimierung läuft beim bestehenden Versicherer – Du musst die Krankenkasse nicht wechseln. Es ändert sich nur die U1-Tarifstufe.

Fazit

Die U1-Umlage ist ein kleiner Posten mit überraschend großer Hebelwirkung. Wer die Stufe regelmäßig prüft, holt sich im Schnitt einige Tausend Euro pro Jahr zurück – ohne Aufwand und ohne Kassenwechsel. Genau diese Rechnung automatisiert der U1-Optimierer: Er vergleicht alle Stufen Deines Versicherers, findet die günstigste und liefert die Unterlagen für die Wahlerklärung. Bezahlt wird nur im Erfolgsfall.

Stephan Domke
Stephan Domke
Gründer & Geschäftsführer der Bluefield IT Solutions GmbH und Managing Director der INPROCON GmbH (Versicherungs-IT). Schreibt über faire Software, Produktentwicklung und das U1-Umlageverfahren. LinkedIn →
Zuletzt aktualisiert: 16. Juni 2026 · 3 Min Lesezeit

Häufige Fragen

Muss ich für die Optimierung die Krankenkasse wechseln?

Nein. Die Optimierung passt nur die U1-Tarifstufe beim bestehenden Versicherer an – die Kasse bleibt dieselbe.

Was kostet die Optimierung?

Sie ist erfolgsbasiert: 20 % der tatsächlich realisierten Ersparnis. Ohne Ersparnis entstehen keine Kosten.

Für welche Betriebe lohnt sich das?

Für Arbeitgeber mit bis zu 30 Beschäftigten, die am U1-Umlageverfahren teilnehmen.

Den U1-Tarifstufen-Check übernimmt der U1-Optimierer – erfolgsbasiert und ohne Kassenwechsel.

Stephan Domke

Stephan Domke

Gründer & Geschäftsführer · Bluefield IT Solutions

Gründer von Bluefield und Managing Director der Versicherungs-IT-Beratung INPROCON. Seit über einem Jahrzehnt an Kernsystem-Projekten, Produktmodellierung und Digitalisierung in der Assekuranz – als lizenzierter Versicherungsmakler (§34d) mit Blick für Fach und Technik.

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