Produkte & Modelle
U1-Umlage U1
Pflichtumlage im Ausgleichsverfahren U1 für Betriebe mit bis zu 30 Beschäftigten. Sie sichert einen Teil der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall ab. Mehr dazu im U1-Leitfaden.
Verwandt: U2-Umlage, Pay-on-Success
U1-Tarifstufe U1
Wählbare Variante der U1-Absicherung bei Deiner Krankenkasse. Jede Stufe kombiniert einen Umlagesatz mit einem Erstattungssatz – die optimale Stufe hängt von Deiner Krankheitslast ab.
Umlagesatz U1
Der Beitragssatz, den Du für die U1-Absicherung zahlst – meist als Prozentsatz des umlagepflichtigen Arbeitsentgelts.
Erstattungssatz U1
Der Anteil der Entgeltfortzahlung, den Dir die Kasse im Krankheitsfall zurückerstattet. Höhere Erstattung bedeutet in der Regel auch höhere Beiträge.
Wahlerklärung U1
Die formale Erklärung gegenüber Deiner Kasse, mit der Du die Tarifstufe festlegst oder wechseln. Es gelten Fristen, meist zum Jahreswechsel – ein Kassenwechsel ist nicht nötig.
Entgeltfortzahlung Recht
Die gesetzliche Pflicht des Arbeitgebers, das Gehalt bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit für einen bestimmten Zeitraum weiterzuzahlen.
Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG) Recht
Gesetzliche Grundlage der Umlageverfahren U1 und U2. Über die U1-Umlage erstatten die Krankenkassen Betrieben mit bis zu 30 Beschäftigten einen Teil der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, über die U2-Umlage die Aufwendungen rund um den Mutterschutz.
U2-Umlage U1
Parallele Umlage, die Arbeitgeber-Aufwendungen bei Mutterschaft ausgleicht. Anders als U1 nehmen daran alle Arbeitgeber teil, unabhängig von der Betriebsgröße.
Pay-on-Success Modell
Erfolgsbasiertes Preismodell: Es entstehen nur Kosten, wenn ein messbarer Erfolg eintritt. Beim U1-Optimierer sind das 20 % der realisierten Einsparung.
Semantic Matching Matching
Verfahren, das Bedeutung statt bloßer Stichworte vergleicht. MatchSuite bewertet damit Berater-Profile gegen Projekt-Briefings über vier Facetten.
Verwandt: Skill-Matching, CV Parsing, Bias
Skill-Matching Matching
Automatischer Abgleich von Fähigkeiten und Projektanforderungen im fachlichen Kontext – nicht nur per Stichwort. MatchSuite bewertet Berater-Profile so über die vier Facetten Skills, Domäne, Situation und Relevanz.
CV Parsing Matching
Automatisierte Lebenslaufanalyse, die unstrukturierte CVs und Profile in strukturierte Kompetenzprofile überführt – inklusive Zertifikaten als First-Class-Signal. In MatchSuite die Grundlage jedes Matchings.
Staffing Beratung
Das passgenaue Besetzen von Projekten mit den richtigen Beratern und IT-Spezialisten – von der Anforderung über die Auswahl bis zum Einsatz. Gerade in der Versicherungs-IT entscheidend, weil Projekte sehr spezifisches Fach- und Systemwissen verlangen. MatchSuite macht diese Besetzung nachvollziehbar statt zur Frage des Bauchgefühls.
Bias Matching
Systematische Verzerrung in Auswahlentscheidungen – etwa wenn bekannte Namen oder vertraute Formulierungen stärker wiegen als die tatsächliche Eignung. MatchSuite begegnet ihm mit nachvollziehbaren, kriterienbasierten Empfehlungen statt Bauchgefühl.
Produktlabor / Company Builder Modell
Ein Unternehmen, das systematisch eigene Produkte entwickelt und als Marken ausgründet – statt reiner Auftragsarbeit. Mehr dazu im Labor.
Versicherungs-IT & Methoden
Kernsystem System
Die zentrale Software eines Versicherers für Bestand, Vertrag, Schaden und Tarifierung. Meist über Jahrzehnte gewachsen und entsprechend heikel zu verändern – weshalb jede Modernisierung Erfahrung und Vorsicht verlangt.
Migration Projekt
Die Überführung von Daten, Verträgen und Geschäftslogik aus einem Altsystem in ein neues – ohne Verluste oder Fehler. In der Versicherung besonders anspruchsvoll, weil Millionen Bestandsverträge exakt weiterlaufen müssen.
Dunkelverarbeitung Prozess
Vollautomatische Bearbeitung eines Vorgangs ohne manuellen Eingriff – etwa ein Schadenfall, der von der Meldung bis zur Auszahlung ohne Sachbearbeiter durchläuft. Senkt Kosten und Durchlaufzeiten erheblich.
BPMN Methode
Business Process Model and Notation: ein grafischer Standard, um Geschäftsprozesse eindeutig zu modellieren. Schafft eine gemeinsame Sprache zwischen Fachbereich und IT – Grundlage sauberer Business-Analyse.
Verwandt: Dunkelverarbeitung, Prozessmanager
BiPRO Standard
Brancheninitiative Prozessoptimierung – der deutsche Normungsstandard für den digitalen Datenaustausch zwischen Versicherern, Vermittlern und Dienstleistern.
Rollen in Versicherungs-IT-Projekten
Solution Architect IT-Rolle
Entwirft die fachlich-technische Gesamtlösung eines Vorhabens und ist die Brücke zwischen Business-Anforderung und Umsetzung. In Versicherungs-IT-Projekten verantwortet er Systemlandschaft, Schnittstellen und die Integration in Bestands-, Schaden- oder Provisionssysteme. Genau solche Rollen gleicht MatchSuite gegen Projektbedarfe ab.
Verwandt: Technical Architect, BI Architect, Solution Developer
Technical Architect IT-Rolle
Verantwortet die technische Architektur – Technologie-Stack, Infrastruktur, Performance und Sicherheit. Während der Solution Architect die fachliche Lösung formt, sorgt der Technical Architect dafür, dass sie skalierbar, betreibbar und robust bleibt.
BI Architect IT-Rolle
Gestaltet die Datenarchitektur für Auswertung und Reporting – von Data Warehouse und Datenmodellen bis zu Kennzahlen-Dashboards. In der Versicherung etwa für Bestands-, Schaden- und Vertriebsanalysen.
Verwandt: Data Scientist, Solution Architect
Data Scientist IT-Rolle
Gewinnt aus Daten Modelle und Vorhersagen mit Statistik und Machine Learning. In der Versicherung u. a. für Schadenprognosen, Betrugserkennung oder Tarifierung. Anders als der BI Architect, der das Reporting strukturiert, baut der Data Scientist prädiktive Modelle.
Business Analyst IT-Rolle
Erhebt, strukturiert und dokumentiert fachliche Anforderungen und übersetzt sie für die IT. In Versicherungsprojekten die Brücke zwischen Fachbereich – etwa Underwriting, Schaden oder Betrieb – und der Entwicklung. Wie das in Projekten aussieht, zeigt unsere Versicherungs-IT-Beratung.
Verwandt: Requirements Engineer, Prozessmanager, Test Manager
Prozessmanager IT-Rolle
Analysiert, gestaltet und optimiert Geschäftsprozesse und vermittelt zwischen Fachbereich und IT. In Versicherungs-IT-Projekten u. a. für die Modellierung und Automatisierung von Antrags-, Policen- und Schadenprozessen.
Solution Developer IT-Rolle
Setzt die vom Architekten entworfene Lösung in lauffähige Software um – Implementierung, Schnittstellen und Tests, in der Versicherungs-IT oft an Bestandssystemen und deren Integrationen.
Business Analyst (Versicherung) IT-Rolle
Erhebt, strukturiert und priorisiert fachliche Anforderungen und übersetzt zwischen Fachbereich und Entwicklung. In der Versicherung mit Domänenwissen zu Sparten wie Leben, Komposit oder Kranken – eine Kernrolle, die MatchSuite fein differenziert (etwa BA Leben gegenüber BA Komposit).
Requirements Engineer IT-Rolle
Spezialisiert auf das systematische Erheben, Dokumentieren und Verwalten von Anforderungen – funktional wie nicht-funktional. Sorgt für Nachvollziehbarkeit von der Anforderung bis zur Abnahme.
Test Manager IT-Rolle
Plant und steuert die Qualitätssicherung – Teststrategie, Testfälle, Abdeckung und Freigabe. In Versicherungs-IT-Projekten besonders gefragt bei Migrationen und Releases bestandsführender Systeme.
Guidewire-/Bestandssystem-Spezialist IT-Rolle
Experte für die Kernsysteme der Versicherung – etwa Guidewire (PolicyCenter, ClaimCenter, BillingCenter) oder andere Bestands-, Schaden- und Inkassosysteme. Verbindet tiefes Systemwissen mit den Prozessen der Branche. Mehr dazu in unserer Versicherungs-IT-Beratung.
Projektleiter / PMO IT-Rolle
Verantwortet Termine, Budget, Ressourcen und Risiken eines Vorhabens; das PMO (Project Management Office) stellt Standards, Reporting und Governance bereit. In großen Versicherungsprogrammen oft mehrstufig organisiert.
WCAG Web
Web Content Accessibility Guidelines – der internationale Standard für barrierefreie Webinhalte. Version 2.1, Konformitätsstufe AA gilt als gängiger Maßstab für gute Zugänglichkeit. Mehr dazu in unserer Barrierefreiheitserklärung.
Verwandt: BFSG, Screenreader
Screenreader Web
Software, die Bildschirminhalte vorliest und in Braille ausgibt – sie ermöglicht blinden und sehbehinderten Menschen die Bedienung einer Website. Sauberes, semantisches HTML ist die Voraussetzung dafür.
BFSG Recht
Barrierefreiheitsstärkungsgesetz – die deutsche Umsetzung des European Accessibility Act. Es definiert Anforderungen an die Barrierefreiheit bestimmter digitaler Angebote; die konkrete Anwendbarkeit hängt von Unternehmensgröße und Angebot ab.